Willkür des Berliner Senates

Vor ein paar Tagen hat der rot-rot-grüne Berliner Senat dem Zirkus Voyage, der seit 24 Jahren im Berliner Olympiastadium sein Winterprogramm aufführt, ein Verbot erteilt. Willkür des Berliner Senates ersichtlich!

Unverständlich, dass der Berliner Senat so kurzfristig bekannt gab, dass der Pachtvertrag für den 25. Jahrestag des Weihnachtszirkus im Olympiastadium nicht verlängert wird. Erstaunlich klare Worte findet die Berliner Zeitung in einem Artikel und spricht öffentlich aus, was viele Zirkusliebhaber denken. Die Willkür des Berliner Senates scheint mehr als ersichtlich zu sein.

So schreibt der Journalist Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung Folgendes.

Der „Voyage“ darf nicht mehr am Olympiastadion gastieren, weil er Wildtiere im Bestand hat. Die Aufzucht von Wildtieren im Zirkus ist nicht verboten, deshalb erscheint die Kündigung als reine Willkür, kritisiert Gunnar Schupelius.

Zitat Berliner Zeitung

Wenige Wochen vor der Premiere im Berliner Olympiastadium erteilt Senator für Inneres und Sport Andreas Geisel (SPD) dem Zirkus eine Abfuhr! Als Begründung gab er Folgendes an. „Die Koalition bekennt sich (…) dazu, den Tierschutz zu stärken und verwies auf den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linken aus dem Jahr 2016. „Vor diesem Hintergrund“ werde „die langjährige Praxis der Vermietung landeseigener Flächen an einen Zirkus mit Wildtieren kritisch gesehen.“ (BZ)

Im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag kann man auf Seite 156 Absatz 3 folgendes lesen. „Die Vergabe öffentlicher Flächen an Zirkusse findet nur statt, wenn die artgerechte Tierhaltung sichergestellt wird. Die Koalition erlässt eine Katzenschutzverordnung.“ 

Willkür des Berliner Senates

Willkür des Berliner Senates

Der Journalist überzeugte sich, anders als die rot-rot-grüne Senatsregierung, von der Tierhaltung des Zirkus Voyage und stellte Folgendes fest.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Tiere im Voyage nicht artgerecht im Sinne des Tierschutzgesetzes gehalten werden. Davon überzeugte sich die B.Z. im vergangenen Jahr bei einem unangemeldeten Besuch im Zirkus. Wir trafen auf fünf Tiertrainer mit dem Flusspferd Jedi, vier Elefanten, zwei Giraffen, vier Zebras, drei Kamelen, zwei Lamas, 19 Pferden, einem Hund und ein paar Gänsen.

Die Tiere waren in beheizten Zelten mit sauberem Strohlager und Außengehege untergebracht, für Jedi gab es ein Becken mit 100.000 Litern Wasser. Wir fanden keinen Makel, den wir hätten beanstanden wollen. Von Seiten der zuständigen Aufsichtsämter gibt es auch keine Vorwürfe gegen die Tierhaltung im Voyage.

(…)

Man kann nun der Meinung sein, dass die Vermehrung von Wildtieren im Zirkus generell verboten werden müßte, weil diese Tiere grundsätzlich nur in Freiheit leben sollten. Dafür gibt es gute Gründe. Wenn man dieser Meinung ist, muss man das Gesetz ändern. Bisher ist es aber nicht verboten, Wildtiere zu züchten.

Da es also gesetzlich erlaubt ist, Elefanten, Giraffen, Zebras und Kamele im Zirkus aufzuziehen, kann der Senat den Zirkus nicht vom Hofe jagen, ohne dass es nach Willkür aussieht. Denn der Zirkus tut ja nichts Verbotenes.

Screenshot Berliner Zeitung!

Screenshot Berliner Zeitung!

Es ist schon erstaunlich das ein Journalist so deutliche Worte, findet

und dieses dann auch noch den Weg der Veröffentlichung erreichen. Eine in dem Artikel beigefügte Umfrage besagt, dass 77 Prozent der Leser dem Autor recht geben!

Wie kann es also sein, dass eine solche Landesregierung fernab ihrer Wähler agiert und einem Zirkus mit einer solch kurzfristigen Absage ruinieren möchte? Verwirrend ist auch, dass der Zirkus sehr wohl, in Berlin auftreten darf, obwohl ihm vom Senat angebliche Tierquälerei vorgeworfen wird. Diese Vorwürfe wurden von keinem einzigen Veterinär des streng kontrollierten Zirkus festgestellt.

Aber Politiker wollen diese Erkenntnis erlangt haben, obwohl sie den Zirkus kein einziges Mal besucht und sich somit von der Tierhaltung überzeugt haben. Wie kann man also ein Verbot erteilen, obwohl die Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen wurden.

Dem Zirkus Voyage wünsche ich, dass sie einen geeigneten Platz finden und diesem Berliner Senat den Mittelfinger zeigen können. Wenn Politiker sich Meinungen bilden, ohne sich von dem Wahrheitsgehalt gerade aus dem Umfeld der Tierrechtler stammenden Vorwürfe, zu überzeugen, ist wohl mehr als nur der Stinkefinger in Richtung Berliner Senat erlaubt.

Dieser Berliner Senat tritt das Grundgesetz mit dem Füssen, in dem es widerrechtlich dem Zirkus ein Berufsverbot erteilt. Immerhin muss ein geeigneter Platz erst gefunden werden, damit Alt und Jung in Berlin die Zirkusluft zur Weihnachtszeit begeistert schnuppern können!

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