Tierschutzbund und die Tierheimstruktur

Als ich diese Meldung las, musste ich echt erst einmal herzhaft lachen. Der Deutsche Tierschutzbund warnt vor dem Zusammenbruch der Tierheim-Struktur.

02.07.2018 Tierschutzbund und die Tierheimstruktur von Silvio Harnos

Dass es um Tierheime finanziell schlecht bestellt ist, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Eine Problemlösung ist bei den knappen Kassen der Kommunen auch erst einmal nicht in Sicht. Anstatt einmal die Probleme zu analysieren, fordern Tierheime und auch der Deutsche Tierschutzbund mehr Gelder für sich ein.

Dem Tierschutz geht es Prima, wenn man die Spendeneinnahme die hier Generiert werden sich einmal anschaut. Nur scheint tatsächlich das Geld nicht, da anzukommen, wo es letztendlich gebraucht wird, nämlich bei den Tierheimen in Deutschland! So nimmt PeTA Deutschland e. V. allein im Jahr 2017 über 7 Millionen Euro an Spendengelder, die für den Tierschutz bestimmt sind ein. In den Ausgaben, wenn diese mal veröffentlicht werden findet man dann keine einzige Position, die nachweisen würde, das PeTA im Tierschutz tätig ist.

PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz

Mehr noch, die veröffentlichten Zahlen belegen, dass PeTA fast 100 % der Spendeneinnahmen in die Unterhaltung des Vereins steckt. Bevor GERATI den Artikel veröffentlichte „PeTA 2016 – Null Euro für den Tierschutz“, prangerte auf der Spendenseite von PeTA die Zahl 88 %! PeTA stellte also die Behauptung auf, dass 88 % der Spendeneinnahmen direkt im Tierschutz landen. So ganz konnte man dann bei PeTA doch nicht rechnen. Denn allein 34,11 % ging in Lohnkosten flöten und weitere 41,92 % verschlang die Werbung. Die mathematische Nachhilfestunde von GERATI an PeTA hatte Erfolg, denn man entfernte daraufhin die Behauptung, dass PeTA 88 % der Spendeneinnahmen in den aktiven Tierschutz stecke.

Gleichzeitig veröffentlicht man jetzt aber nicht den Wirtschaftsbericht für das Jahr 2017. Wohl aus Angst man könne auch im Jahr 2017 eine menge Ungereimtheiten finden.

Aber auch beim deutschen Tierschutzbund sieht es nicht anders aus, wenn man sich die Zahlen einmal genau anschaut!

So blieb beim deutschen Tierschutzbund im Jahr 2016 fast zwei Millionen Euro Überschuss übrig. Im Vorjahr waren es 1,7 Millionen Euro. Warum wird diese nicht für finanziell Notleidende Tierheime aufgewendet? Ja der Tierschutzbund unterstützt Tierheime in Deutschland und ist auch anderweitig im aktiven Tierschutz tätig. Aber von den Kommunen mehr Geld zu fordern, anstatt das Übel einfach einmal beim Namen zu nennen, auf diese Gedanken kommt der Tierschutzbund nicht.

Gesetzgeber gefordert!

Tierschutzbund und die Tierheimstruktur

Tierschutzbund und die Tierheimstruktur

Ja auch der Gesetzgeber ist hier gefordert. Im humanen Spendenbereich hat man es bereits erfolgreich durchgesetzt. Großer Hilfsorganisationen wurden vom Gesetzgeber gezwungen die Spendengelder in einen Topf zu werfen und die Hilfsarbeiten zu koordinieren. Dadurch konnten nicht nur die Personalkosten gesenkt werden, es wurden auch doppelte Arbeiten dadurch verhindert.

Ich Schätze in Deutschland gibt es ca. 4.000 Tierschutz- und Tierrechtsverbände, die Spendengelder aus dem Tierschutz abzweigen. Wenn man diese Vereine gesetzlich verpflichten würde die Spendeneinnahmen in einen Topf zu werfen, aus denen dann Tierschutzprojekte finanziert würden, dann wäre den deutschen Tierheimen mehr als eine Grundversorgung gesichert. Gleichzeitig würde dann wohl auch ein Schwund bei den Vereinen sich bemerkbar machen, wenn die Spendengelder dann nicht mehr in den Brieftaschen der Vereine landen würden.

Aber auch Tierheime selbst sind an der Lage mit Schuld!

Tierheime verweigern Adoption

So hört man immer wieder, dass Tierheime mit skurrilen Forderungen eine Adoption verweigern. In dem oben genannten Artikel habe ich mich auf einen Artikel einer Rechtsanwältin bezogen, die solche Fälle geschildert hatte. So lange man in einem Tierheim eine Schutzgebühr für eine Adoption bezahlen muss braucht man sich wohl nicht zu wundern, dass der illegale Welpen-Handel so erfolgreich ist. Es gibt Wege und Mittel ein Tier in eine Familie zu integrieren. Und man sollte nicht das Tier soweit vermenschlichen, das man den Adoptivinteressenten, gänzlich die Fähigkeit von vornherein abspricht mit dem Tier klar zu kommen. So könnte man zum Beispiel vor einer Adoption die Tiere und Adoptivfamilie für Stunden und auch Tage zusammenbringen, damit beide Seiten schauen können, ob die Chemie stimmt.

Fazit des ganzen!

Meines Erachtens braucht der Tierschutz nicht noch mehr Steuergelder. Die Spendengelder aus dem Tierschutz müssen nur besser und richtig verteilt werden. Gleichzeitig sollte ein Tierheim eine Adoption fördern und nicht Tiere, weil man sich an diese Gewöhnt hat, extra im Tierheim behalten. Ich bin der Meinung, das Menschen die ein Tier adoptieren, sich wohl vorher doch mehr Gedanken machen, als wenn man in einer Zoohandlung, oder auf der Straße einen kurzentschlossenen Kauf tätigt.



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