Unterstützt PeTA eine Betrugswebseite?

Wer GERATI kennt, weiß das ich alles hinterfrage, was PeTA bewirbt oder verlinkt. Dazu schaue ich mir dann diese Webseiten einmal genauer an und stelle immer wieder Verstöße fest, die PeTA mir selbst immer wieder ungerechtfertigt vorwirft.

03.05.2018 Unterstützt PeTA eine Betrugswebseite? von Silvio Harnos

In diesem Fall geht es um eine „Digitale Konferenz: Vegane Kinder“, zu der auch die angebliche Ernährungsexpertin Felicias Kitali ein Interview gegeben haben soll. Mittlerweile wissen wir wohl alle, was für Experten bei PeTA eigentlich arbeiten. Jene Frau Felicias Kitali empfahl bei einer Facebook Fragestunde unter dem #FragPeTA, das man, wenn ein Kindergarten keine vegane Ernährung anbietet, einfach zum Arzt gehen soll und dort dem Arzt mitteilt, das Kind habe eine Laktoseintoleranz. Also ein Aufruf zum Betrug!

Unterstützt PeTA eine Betrugswebseite?

Unterstützt PeTA eine Betrugswebseite?

Impressum der Seite vegane-kinder-konferenz.de

Impressum der Seite vegane-kinder-konferenz.de

Ich habe mir die Webseite vegane-Kinder-konferenz.de einfach einmal genauer angeschaut und Erstaunliches herausbekommen. Mein erster Blick geht wie immer in Richtung Impressum. Und dort kam mir als Erstes etwas komisch vor. Es wurde als Impressum eine Anschrift in Belize angegeben! Als Nächstes schaute ich mir auf Google Maps an, ob es diese Anschrift überhaupt gibt. Und was soll ich sagen, die Straße „Bernard Street“ existiert überhaupt nicht!

Wenn man die Adresse die im Impressum angegeben ist, einfach mal bei Google Maps eingibt, erscheint ein Hotel mit dem Namen „San Ignacio Resort Hotel“, aber die Bernard Street, ist auf Belize gänzlich unbekannt!

Das Ganze wird noch interessanter, da es auf dieser Webseite Konferenzpaket zu kaufen gibt. Und das dann noch zu dem stolzen Preis von 29,90 € in der Basisversion und 59,90 € in der Premiumversion! Eine rechtsgültige deutsche Widerrufsbelehrung fehlt gänzlich!

Der vegane Interessent soll natürlich Geld locker machen!

Der vegane Interessent soll natürlich Geld locker machen!

Also ging meine Recherche weiter und die führte mich zu DENIC!

Bei Denic ist keine Adresse in Belize hinterlegt, sondern eine Berliner Adresse.

Bei Denic ist keine Adresse in Belize hinterlegt, sondern eine Berliner Adresse.

Denic ist der Registra, der alle .de-Domains verwaltet. Dort erfährt man eine ganz andere Adresse als Domaininhaber! Das sieht nicht nur nach einer simplen Verschleierung des gesetzlich notwendigen Impressums aus, sondern richt in Verbindung mit dem Verkauf eines Produktes, schon stark nach Betrug! Und daran beteiligt sich PeTA.

Des Weiteren findet man im Impressum der Konferenzseite einen Hinweis auf „happy vegan mom“. Das Impressum der Webseite happy-vegan-mom.de stimmt wiederum mit den hinterlegten Angaben bei Denic auf der Konferenzseite überein.

Warum also eine FAKE-Adresse aus Belize?

Nun, wenn man sich die Webseite von Happy-Vegan-Mom genauer anschaut, bezeichnet sich Frau Katharina Mossiah als Ernährungsberaterin.

Selbstverständlich präsentiert sie uns dabei ein Zertifikat, das sie für ca. 1.800 € gekauft hat. Dieses Zertifikat wird von einer „Fair Trade Handels AG“ herausgegeben.

Dieses Zertifikat kann man für 1.800 € kaufen! Screenshot http://happy-vegan-mom.de/de/ernahrungsberatung/

Dieses Zertifikat kann man für 1.800 € kaufen! Screenshot http://happy-vegan-mom.de/de/ernahrungsberatung/

Darüber hinaus existieren zwischen dem Zen­trum der Gesundheit (ZdG) und dem Shopbetreiber weitere Verbindungen. Beide Firmen hatten lange Zeit mit dem Schweizer Heinz Boksberger denselben Geschäftsführer. Und: Die Fair Trade Handels AG betreibt eine „Akademie der Naturheilkunde“, für die das ZdG unter fast jedem Artikel wirbt, ohne dies als Anzeige zu kennzeichnen. Eine Fernausbildung zum „Fachberater für holistische Gesundheit“ kostet dort knapp 1800 Euro.

abendblatt.de

Weiterhin wurden diese beiden im Zitat genannten Firmen, für die Verbreitung eines angeblichen Krebsmittels, das sie als Wundermittel anpriesen, bekannt. Die Fair Trade Handels AG wurde erfolgreich von der Verbraucherzentrale abgemahnt!

Der rbb hatte die Verbraucherzentrale im Rahmen einer Recherche über vermeintliche Krebs-Wundermittel und die Website „Zentrum der Gesundheit“ auf den möglichen Gesetzesverstoß aufmerksam gemacht.

Die „Rotwein Extrakt Kapseln“ mit dem Inhaltsstoff Trans-Resveratrol werden vom Betreiber des Webshops der Fair Trade Handels AG verkauft. Dieser Shop ist auf der Seite „Zentrum der Gesundheit“ prominent verlinkt. Auf dieser Seite heißt es in einem Bericht, das Resveratrol, so wie es in Weintrauben vorliege, das Wachstum bösartiger Tumore verlangsamen oder sogar stoppen konnte. Neben diesem Text stand zum Zeitpunkt der rbb-Recherchen eine Werbung für die „Rotwein Extrakt Kapseln“.

Wundermittel-Markt derzeit „völlig unkontrolliert“

Professor Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin sagte dem rbb dazu, dass entsprechende Studienergebnisse zu Resveratrol im Tier- und Laborversuch entstanden seien. „Es ist nicht zulässig, so ein Ergebnis so zu formulieren, dass der Konsument denkt, es trifft jetzt auch auf meine Krebserkrankung zu“, so der Autor des Bestsellers „Heilen mit der Kraft der Natur“.

Die Betreiber der Seite „Zentrum der Gesundheit“ haben nach einer rbb-Anfrage sowohl die kritisierte Text-Passage als auch die Werbung für das Rotwein Extrakt neben dem Bericht entfernt.

Michalsen sagte dem rbb weiterhin, dass die Notlage der an Krebs Erkrankten immer wieder ausgenutzt werde. „Wenn man die Diagnose Krebs hat, ist man bereit, sehr viel Geld auszugeben“, so Michalsen. Er kritisierte in dem Zusammenhang, dass der „zweite Markt“ für vermeintliche Wundermittel gegen Krebs derzeit „völlig unkontrolliert“ sei.

Update: Die Abmahnung der Verbraucherzentrale gegen die Fair Trade Handels AG war erfolgreich. Am 21.Juli 2017 ist bei der Verbraucherzentrale eine unterschriebene Unterlassungserklärung eingegangen. Die Rotwein-Extrakt-Kapseln sind laut VZ nicht mehr im Onlineshop erhältlich.

rbb24.de

Dass Veganer für solche Betrugsmaschen, von Firmen anfällig sind, ist nichts Neues. So werden Nahrungsmittelergänzungen verkauft, die Wunder versprechen, die dann sogar auf mysteriöser Weise Krankheiten heilen sollen. Das schlimme an dieser Webseite ist, dass man hier eine Kindesgefährdung fördert!

So denkt sich Frau Katharina Mossiah, sie tue was Gutes, wenn sie anderen Müttern die vegane Ernährungsweise empfiehlt. Das dadurch Kinder in akute Lebensgefahr geraten können, beweisen die Fälle von Kindesmisshandlungen durch vegane Ernährung, die bereits in mehreren Fällen zu Todesopfern führten! So werden Mangelerscheinungen fehlinterpretiert und der Arztbesuch gescheut, da man Angst hat, dass der Arzt die Fehler an der Ernährung feststellen könnte.

Dass dann noch Frau Katharina Mossiah, ihre Identität auf dieser Webseite verschleiern und an der Kindesgefahr sogar noch Geld verdienen möchte, ist das Schlimmste an dieser Story.

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3 comments on “Unterstützt PeTA eine Betrugswebseite?
  1. Zum Thema:
    http://www.essenspausen.com/ganzheitlich-sinn-und-unsinn/

    Eine gute Freundin meiner Familie ist jung am Blutkrebs (Leukämie) erkrankt und obwohl die Behandlung von der Krankenkasse genehmigt, ist die der Empfehlung eines Heilpraktikers gefolgt und hat dann eine „Rote Beete Kur“ begonnen, mit der ein Gesundheitsguru aus Österreich geworben hatte. Sie ist dann elendig gestorben.

    Als sie in den letzten Tagen ihren Superheilpraktiker um Hilfe bat, war die Antwort: Ich kann dir nicht mehr helfen, ich habe jetzt selber Krebs.

    • Dazu fehlt mir leider die Zeit. Weiterhin ist bei einer gesetzlichen Durchsetzung das Landgericht zuständig und da besteht Anwaltszwang, sodass man mit den Anwaltskosten in Vorleistung gehen müsste!

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