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  1. Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta wollen in MV ein Zeichen gegen das Fischsterben setzen.

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    von Helge Ahrens
    02. Mai 2018, 12:00 Uhr
    „Zum Gedenken an hunderttausende Fische, die täglich qualvoll sterben. Bitte streichen Sie Fische und andere Tiere vom Speiseplan.“ Diese Sätze, graviert auf einem Denkmal in Form einer gewaltigen, traurig dreinblickenden Sprotte, könnten die Bundesstraße 110 zu einem weltweit bekannten Ort machen.
    Hier, zwischen den Dörfern Liepen und Neetzow, waren bei einem Lkw-Unfall vor gut einer Woche hunderttausende Sprotten in einem Straßengraben verendet. Für die Tierschützer von Peta kommt das einem Fanal gleich. Die Tierrechtsorganisation hat den Bürgermeister der Gemeinde Neetzow-Liepen, Bernd Gladrow, und das Straßenbauamt Neustrelitz in einem Schreiben gebeten, an der Unglücksstelle ein Denkmal für Fische zu errichten. Mit obiger Inschrift.
    Der Fischunfall von MV verdient gewiss das Prädikat tragisch, und der Tod auf dem Acker war besonders sinnlos. Aber muss es gleich ein Mahnmal für die Sprotte sein? Es fiele leicht, die Denkmal-Forderung als typische Tierschützerspinnerei abzutun. Und zu fragen: Sollte jeder überfahrene Hase ein eigenes kleines Kreuz am Fahrbahnrand bekommen? Sollen die Verbraucher zunächst an den Überlebenskampf des Herings denken, ehe sie den Dosenfisch öffnen? Sollen sie bei jedem Insekt, das auf der Autobahn als matschiger Fleck auf der Windschutzscheibe blutig sein Leben lässt, kurz innehalten?
    Peta ist für provokative Ideen bekannt. Mit der Aktion „Holocaust auf Ihrem Teller“ stellte die Organisation Bilder aus Konzentrationslagern Bildern aus der Massentierhaltung gegenüber. Für die Kampagne „Ich gehe lieber nackt, als dass ich Pelz trage“ zogen selbst zahlreiche Prominente blank. Peta verurteilt die Spielreihe Pokémon, weil darin Kinder lernen würden, Tiere auszunutzen. Die Organisation suchte die attraktivste Vegetarierin, stellte den Stierlauf von Pamplona mit Nackten nach…
    Und immer wieder die Fische: Vor Jahren schon verbreitete Peta ein Flugblatt namens „Dein Papa tötet Tiere“ mit einem Comic-Vater, der einen Fisch ausnimmt. Erst vor zwei Wochen verurteilte Peta die Videospielreihe „Far Cry“ als unethisch und gewaltverherrlichend. Das Spiel dreht sich ums: Angeln. Oder, um es mit den Worten von Peta zu sagen: das Jagen und Töten von Fischen wird glorifiziert und banalisiert.
    Jetzt also die Denkmal-Idee. Fische seien sehr soziale Tiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie hätten Gefühle und spürten Schmerz, mahnen die Tierrechtler. Dennoch würden jedes Jahr bis zu 2700 Milliarden Fische aus den Meeren gefangen, damit Menschen sie essen können. Weitere bis zu 700 Milliarden Fische würden getötet, um aus ihnen Fischmehl und -öl für die Fütterung ihrer bis zu 120 Milliarden Artgenossen herzustellen, die in Aquakulturen gezüchtet werden.
    Nur 5 von 100 Deutschen sind Vegetarier. Die unbequeme Wahrheit für Nicht-Vegetarierer: Die Tierrechtler stoßen zu Recht einen Denkprozess an, der jeden Tag mit Blick auf Salami, Schnitzel oder Fischstäbchen einsetzen könnte.
    Nämlich die Frage: Was essen wir da überhaupt? 60 Kilo Fleisch verschlingt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Schweine, Hühner, Rinder müssen massenhaft sterben. Dazu kommen etwa 15 Kilo Fisch. Hauptsache billig, lautet das Motto. Der Debatte um bio, Massentierhaltung und Freilandei zum Trotz: Auch auf Biohöfen und in zertifizierten Aquakulturen sterben Tiere nicht mit Freude, damit wir sie essen können.
    Daran sollten wir vielleicht hin und wieder denken, wenn wir der Sprotte nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Teller begegnen – oder sogar im Wasser.
    – Quelle: https://www.svz.de/19730456 ©2018

  2. Zitat: Hier, zwischen den Dörfern Liepen und Neetzow, waren bei einem Lkw-Unfall vor gut einer Woche hunderttausende Sprotten in einem Straßengraben verendet. Für die Tierschützer von Peta kommt das einem Fanal gleich.

    Wie bitte? Verendet? Die Sprotten wurden lebend transportiert? Grimms Märchenstunde?

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