Wie PeTA Studien zu ihren Gunsten auslegt

Wenn PeTA auf Studien verweist, ist die Hälfte gelogen. So jedenfalls die Erfahrungen von GERATI. Nun gibt es wieder einmal eine Veganstudie, die PeTA sichtlich verzückt und zum Jubeln anregt.

07.05.2018 Wie PeTA Studien zu ihren Gunsten auslegt von Silvio Harnos

In einem der neusten Artikel auf dem von PeTA betriebenen Veganblog.de, schien die PeTA-Mitarbeiterin Felicitas in richtiger Jubelstimmung zu sein. Die vegane Ernährungsweise sei für Kinder und Kleinkinder unbedenklich. So jedenfalls liest es Felicitas aus einer Studie, die in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde heraus.

Dabei handelt es sich um die VeChi-Studie.

Was essen Kinder in Deutschland? Wie steht es um die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen? Und wie unterscheiden sich dabei vegetarisch, vegan oder mit Mischkost (inkl. Fleisch) ernährte Kinder?

Um diese Fragen zu beantworten, will die VeChi-Studie den Ernährungs- und Gesundheitsstatus vegetarisch, vegan sowie mit Mischkost lebender Kinder vergleichen und anhand aktueller Empfehlungen bewerten.

Die  Ergebnisse sollen anschließend dazu dienen, wissenschaftlich gestützte und praxisnahe Empfehlungen für die vegetarische, vegane und gemischte Ernährung von Kindern abzuleiten.

vechi-studie.de

Wie PeTA Studien zu ihren Gunsten auslegt

Wie PeTA Studien zu ihren Gunsten auslegt

Diese Studie wird von der Erna-Graff-Stiftung finanziert, die unter dem Deckmantel des Tierschutzes, die vegane Lebensweise predigt. 100.000 Euro stellte diese Stiftung für diese Studie zur Verfügung.

Um es vorweg zunehmen, nein die Studie ist noch nicht beendet!

Und dennoch verkündet Felicitas, es im Namen von PeTA als Erfolg. Bisher wurden von den Probanden erst einmal nur die Ausgangswerte erfasst. So schreibt sie im Veganblog.de Folgendes!

Vegane Ernährung auch bei Kleinkindern machbar und bedarfsdeckend

„Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass sowohl die vegetarisch und vegan ernährten Kinder als auch die Mischköstler eine vergleichbare und normale Entwicklung von Körpergewicht und Körpergröße zeigen. Dies ist ein erster Hinweis darauf, dass eine vegetarische und auch eine vegane Ernährung im Kleinkindalter bedarfsdeckend sein kann“,

Veganblog.de

Aber schauen wir uns erst einmal die Zahlen, die veröffentlicht wurden, genauer an!

Auf der Webseite der Erna-Graff-Stiftung, kann man folgenden Versuchsablauf lesen.

Zwischen Oktober 2016 und April 2018 Eltern von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren rekrutiert. Über drei Tage wogen und protokollierten die teilnehmenden Familien alle Lebensmittel, Getränke und Nahrungsergänzungsmittel, die das Kind gegessen und getrunken hat. Außerdem wurden Körpergröße und Körpergewicht des Kindes sowie Daten zur Gesundheit erfragt. Die ersten Ergebnisse schließen die Daten von 364 von insgesamt etwa 420 Kindern ein.

erna-graff-stiftung.de

Nun eine Studie die nur drei Tage lang protokolliert wird, ist wohl rein wissenschaftlich bereits mehr als Humbug, insbesondere, da die Probanden sich für diese Zeit an etwas andere Ernährungsweise wie sonst üblich halten könnten. Dennoch zeigt diese Studie die Gefahr, die es bei einer reinen veganen Ernährung gibt, auf.

Allerdings lagen etwa 10 % der veganen und 6 % der vegetarischen Kinder unterhalb der WHO-Referenzstandards und waren damit zu klein für ihr Alter. Dies könne ein Anzeichen für eine nicht optimale Ernährung sein, so Keller weiter. Bei den Mischkostkindern waren hingegen 3 % übergewichtig.

Diese Aussage verschweigt PeTA in ihrem einseitigen Bericht gänzlich. Dass 3% der Mischkostkinder übergewichtig sind, ist fast zu vernachlässigen! Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die 364 Teilnehmer gleichmäßig in Vegan, Vegetarier und Mischkosterler verteilt sind und dieses einmal auf die deutsche Bevölkerung mit ca. 80 Millionen hochrechnet, so sieht man das Desaster eher.

Wenn alle Deutschen sich Vegan ernähren würden, wären 8 Millionen zu klein für ihr Alter. Bei Vegetarier wären es immer noch, 4,8 Millionen. Zusammen wären dieses 12,8 Millionen Menschen. Diesen stehen 2,4 Millionen übergewichtigen Mischkostlern gegenüber.

Das PeTA dann immer noch die Behauptung aufstellt Vegan sei im Kleinkindalter eine empfohlene Ernährungsweise, obwohl hier selbst Ärzte und Wissenschaftler davor warnen, zeigt die Uneinsichtigkeit von PeTA!

Fazit der Studie!

Gesund ist allein nur die Mischkost, wobei hier auf ausreichende Bewegung zu achten ist, damit keine Fettpölsterchen sich bilden können! Kein anderer Schluss ist aus diesem Ergebnis der Studie abzuleiten. Anzumerken sei noch, das PeTA die Zahlen gänzlich dem Leser vorenthält. Warum wohl?



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