PeTA ruft zum Kino Boykott auf

“Bailey – Ein Freund fürs Leben” wird wohl keinen Star am Filmhimmel bekommen. Grund hierfür sind die berechtigten Vorwürfe der Tierquälerei bei den Dreharbeiten.

25.01.2017 PeTA ruft zum Kino Boykott auf

Vorab: Dass, was in diesem von dem englisch sprachigen Nachrichtenmagazin TMZ auf Youtube veröffentlichten Video zu sehen ist, ist auch in meinen Augen Tierquälerei. So etwas darf es nicht geben. Dass hier eine Untersuchung gefordert wird, sehe ich voll und ganz als gerechtfertigt an. Auf dem Video ist eindeutig zu sehen, das der Deutsche Schäferhund Angst vor dem Wasser hatte. Ob man ihm mehr Zeit geben hätte müssen, oder ob es geholfen hätte, wenn sein Tierlehrer vorab ins Wasser gesprungen wäre, bleibt offen. Die Empörung der öffentlichen Meinung ist groß und auch in diesem Fall gerechtfertigt.

PeTA ruft zum Boykott des Films auf

Ein Kinofilm kostet heute enorm viel Geld und wird in der Regel durch Investoren finanziert. Eine riesige Filmcrew begleitet die Darsteller teilweise über Monate, bis ein Film endgültig fertiggestellt ist. Selbstverständlich müssen aus den öffentlich gewordenen Szenen Konsequenzen gesogen werden. Diese wurden ja auch bereits angekündigt.

Dann aber in PeTA Manier einen Boykott zu fordern um die ganze Filmindustrie zu schädigen halte ich für übertrieben und nicht gerechtfertigt.

Für Gerati bleiben Fragen offen

Ein Urteil lässt sich erst abschließend bilden, wenn ruhe eingekehrt ist und die Medien sachlich über dieses Thema berichten. Nach der Veröffentlichung des Videos kochten die Gemüter über und wie üblich führte PeTA das Mordkommando an. Bein einigen Kommentaren auf den Facebook-Seiten von PeTA und Co, kann man sich wirklich die Frage stellen, ob diese Personen überhaupt noch zurechnungsfähig sind, die diese Kommentare hinterlassen haben. Dort werden Morddrohungen und Beleidigungen gegen unbeteiligte Personen des Filmteams ausgesprochen und PeTA freut sich über diese Hasskommentare auch noch.

Von der Tierrechtsszene kein Wort davon, dass eine Tierschutzorganisation den Filmdreh begleitet hatte

Wie üblich war auch in diesem Film die American Human Association (AHA) bei diesen Dreharbeiten für die Einhaltung des Tierschutzes zuständig. Unglaublich das ein Tierschützer solche Aufnahmen überhaupt zugelassen hatte, ohne sich schützend vor das Tier zu stellen. Die AHA betreut in der Regel in den USA fast alle Filmprojekte als Tierschutzbeobachter und wird mit dem “No Animals Were Harmed“-Satz am Ende eines Films mit einer Erwähnung belohnt. Laut Aussage von Filmstarts.de, wurde der Sicherheitsbeauftragter der Organisation nach bekannt werden des verstörenden Filmmaterials, entlassen.

Filmstarts.de gibt weiterhin an, dass PeTA behauptet einen verdeckten Aktivisten beim zuständigen Unternehmen Birds & Animals Unlimited (BAU) als Mitarbeiter eingeschleust zu haben. Über Seaworld sich aufregen und selbst zu solchen Mitteln greifen. Das Unternehmen Bau bildet professionell Tiere für Filmaufnahmen aus. PeTA soll bereits in der Vergangenheit dem Unternehmen Tierquälerei vorgeworfen haben. Hat sich dann der eingeschleuste Aktivist sich nicht selbst der Tierquälerei schuldig gemacht, wenn er für das Unternehmen gearbeitet hatte. Ja, ja PeTA wieder. Wenn es um den Spendengeier geht, werden dann auch einmal schön und lecker Tiere live vor der Kamera durch PeTA gequält und getötet.

Es ist natürlich erdrückend zu erfahren, das man sich nicht einmal auf die Zusicherung von Tierschutzorganisationen verlassen kann, die solche Filmprojekte live betreuen. Dem Tierliebhaber wird bei Tierfilmen wohl jetzt immer ein bitterer Beigeschmack auf der Leinwand oder dem Fernseher folgen.



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