Gastartikel zum Thema “Stimmungsmache im Namen der Tiere und Gandhi – Was steckt dahinter?”

Gastartikel von Jürgen Friedrich
Jürgen schaut immer gern hinter die Aussagen und Analysiert dann die Wahrheiten, die in den Behauptungen stecken.

ABSCHNITT 1

Das Ganze lässt sich heutzutage wohl besonders gut am Thema “Zirkus mit Wildtieren” verdeutlichen.

Unvoreingenommene Tierexperten aus aller Welt bestätigen, dass es Tieren im Zirkus im Grunde “nicht besser oder schlechter” als anderswo ginge. Siehe bspw. die englische Studie 2006/2007 (Q&A), die sogar von Politikern und “Tierschützern” persönlich in Auftrag gegeben wurde um die angebliche Notwendigkeit eines Wildtierverbots in Zirkussen zu untermauern. Dummerweise war das Ergebnis der Studie für sie unbrauchbar, Zitat:

5.6.2. The Panel concluded that there is little evidence that the health of circus animals is any better or worse than animals in other captive environments.

  • Auch, dass Wildtiere immer ganz, ganz dollen STRESS im Zirkus hätten, konnte widerlegt werden (siehe Studie aus dem 4. Quartal 2013 und/oder die Zusammenfassung).
  • Die Tatsache, dass alle Zirkusse im Land ständigen Kontrollen durch Veterinärämter unterliegen (bei reisenden Zirkusbetriebe, eben aufgrund der Ortswechsel, gut 30-50 Kontrollen pro Jahr), spricht dafür, dass die persönlich vor Ort kontrollierenden Tierärzte den Eindruck bekommen haben müssen, dass es den jeweiligen Tieren grundsätzlich “gut” ginge.
  • Würde allerdings etwas NICHT in Ordnung sein, würden es die Tierärzte auch ansprechen und vermerken bzw. sie könnten sogar die Beschlagnahmung der Zirkustiere in die Wege leiten, sollten sie der Meinung sein, dass es den Tieren generell “schmerzen”, dass sie “leiden” und/oder dass es ihnen “schaden” würde dort im Zirkus zu sein.
  • Und von wie vielen Zirkussen werden Tiere in Deutschland jährlich NICHT beschlagnahmt? Wie viel Prozent der Zirkustieren in Deutschland wird jährlich beschlagnahmt? Daran sieht man, dass die strengen Kontrollen und die hohen Tierschutz-Ansprüche von den meisten Zirkussen erfüllt werden können!
  • Diese Tatsache würden aber gewisse voreingenommene, fanatisch-ideologische und selbsternannte “Tierexperten”, die sich selbst gerne als “Tierrechtler” bezeichnen (und sich auch fälschlicherweise als “Tierschützer” bezeichnen lassen), niemals akzeptieren, egal wie gut es den Tieren faktisch geht!
Bild-Quelle: National Animal Interest Alliance - The difference between Animal Rights & Animal Welfare - URL: http://www.naiaonline.org/articles/article/what-is-animal-welfare-and-why-is-it-important

Bild-Quelle: National Animal Interest Alliance – The difference between Animal Rights & Animal Welfare – URL: http://www.naiaonline.org/articles/article/what-is-animal-welfare-and-why-is-it-important

“Tierrechtler” pfeifen augenscheinlich auf sämtliche Fakten, Tatsachen, Belege, Beweise, Studien, Berichte von amtlichen Kontrollen, allgemein die Realität, quasi auf allem und jedem was sagt, dass es Tieren in Zirkussen “gut” ginge und propagieren immer, dass es Tieren im Zirkus generell “schlecht” ginge.

  • Diese Leute “meinen”, “glauben”, “fühlen” usw. lediglich, dass es “nicht richtig” wäre, wenn Tiere im Zirkus leben würden. Und warum? Bloß aus dem einen Grund, weil sie persönlich “nicht wissen” bzw. “nicht wissen wollen”. Die eigene Einstellung (“Meinung”, “Glauben”, “Fühlen” usw.) ist diesen Leuten offenkundig um Welten wichtiger als das tatsächliche aktuelle Wohlergehen der Tiere um die es hierbei geht.
  • Das ist auch schon alles. Es liegt wohl an der Mischung aus Weltschmerz, Bambi-Syndrom, Ignoranz, Misanthropie usw. von wenigen Menschen, die die Bevölkerung u.a. durch permanente heimtückische Hetze/Propaganda/Stimmungsmache leicht täuschen und ihre “Ideologie” verbreiten können.
  • So kommt es, dass immer mehr ehrliche, gesetzestreue und verantwortungsbewusste Tierhalter/-Pfleger/-Trainer (o.ä.) sich in ihrer Existenz bedroht sehen. Bei wem wäre dies anders, wenn man als Ziel einer solchen alles verallgemeinernden und permanent andauernden Rufschädigung zu unrecht u.a. als “Tierquäler”, “Mörder”, “Sadist”, “Sklavenhändler” usw. bezeichnet wird?
  • Die Zirkusleute reisen und arbeiten ja nicht nur mit ihren Tieren, sie leben ja sogar mit den Tieren im Zirkus. Dieses Leben soll ihnen allen genommen werden, bloß weil irgendwelche ideologisch verbohrte Fremde “meinen”, dass ihre persönliche Ideologie für ALLE Menschen gelten würde, zB: “Artgerecht ist nur die Freiheit” oder noch direkter: Die deutschen PETA-Tierrechtler richteten ja bei ihrem 20-jährigen Bestehen an alle Menschen, die anders sind als man selbst: “Ich will, dass du dich änderst!” – Daraus lässt sich unweigerlich schließen, dass zumindest zwei große Probleme bei diesen “Tierrechtlern” vorherrschen:
  •  “Xenophobie” (auch “Fremdenfeindlichkeit”; Ablehnung von jedem, der anders ist als man selbst; kann auf echten, vermeintlichen oder “angeblichen” Unterschieden begründen; beteiligt an der Konstruktion vom Fremd-/Feindbild sind wissenschaftliche, mediale, politische und andere Akteure der Gesellschaft; legt eine quasi kausale naturgegebene Erklärung für Gewalt und Ausgrenzung nahe) und
  • Egozentrik” (man sieht sich selbst im Mittelpunkt; übertrieben selbstbezogen; unfähig die Perspektive eines Anderen anzunehmen sowie die eigene Sichtweise als eine von mehreren aufzufassen; Mangel an einer Unterscheidung zwischen dem Ich und der äußeren Realität; Vorrangstellung des eigenen Standpunktes).

In Deutschland ist die Gesetzeslage aber eindeutig und besagt, dass ein Wildtierverbot in Zirkussen überhaupt ERST in Frage käme, WENN zweifellos bewiesen wäre, dass allgemein das bloße Halten von Tieren in Zirkussen zu erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den Tieren führe (bzw. in Bezug auf den Transport von Ort zu Ort) und es eben KEINE andere wirksame Alternative geben würde um diese vermindern zu können! Siehe dazu § 11, Absatz 4 des Tierschutzgesetzes, Zitat:

Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Zurschaustellen von Tieren wildlebender Arten an wechselnden Orten zu beschränken oder zu verbieten, soweit die Tiere der jeweiligen Art an wechselnden Orten nur unter erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden gehalten oder zu den wechselnden Orten nur unter erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden befördert werden können. Eine Rechtsverordnung nach Satz 1

  1. darf nur erlassen werden, soweit den in Satz 1 bezeichneten erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden durch andere Regelungen, insbesondere solche mit Anforderungen an die Haltung oder Beförderung der Tiere, nicht wirksam begegnet werden kann,
  2. muss vorsehen, dass Tiere, die zum Zeitpunkt des Erlasses der Verordnung gehalten werden, von dem Verbot nur dann erfasst werden, wenn keine Möglichkeiten bestehen, die erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bei diesen Tieren auf ein vertretbares Maß zu vermindern.

Sowohl von der Bundesregierung aus als auch im Namen der Bundeskanzlerin Angela Merkel hat man längst öffentlich darauf hingewiesen, dass es aber nicht mal hieb- und stichfeste Beweise dafür gäbe, dass allgemein das bloße Halten von Tieren in Zirkussen zu erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden führe (bzw. in Bezug auf den Transport von Ort zu Ort) – Siehe die Studien vom Anfang dieser Notiz – Ein “Wildtierverbot im Zirkus” kann somit also nicht mal annähernd in Frage kommen.

  1. Bundesregierung, Antwortschreiben vom 29.09.2014 auf eine “Kleine Anfrage” der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema “Haltung von Wildtieren im Zirkus”; beide Schreiben wurden am 10.10.2014 auf der Webseite des Bundestags veröffentlicht/geteilt.
  2. Im Namen der Bundeskanzlerin Angela Merkel antwortete am 05.10.2015 das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung auf der Webseite “direktzu” auf die höchst unsachlich gestellte Nachricht einer Franka Lerner zum Thema “Zirkustiere”.

Aber wie gesagt: Einige Menschen und Organisationen haben augenscheinlich sehr große Probleme mit der Realität, da sie faktisch nicht deckungsgleich mit ihrer “Meinung”, ihrer “Vorstellung”, ihrem “Glauben”, ihrer “Religion”, ihrer “Ideologie” oder sonst etwas sind. Diese machen trotz aller Erkenntnisse auch weiterhin kräftig Stimmung gegen Zirkusse mit Tieren sowie gegen deren Befürworter/Verteidiger – welche dann sehr schnell als “Ignorant” oder “Befürworter von Tierquälerei und Mord” beschimpft/denunziert bzw. auf Facebook auf die “Ignorieren”-Liste gesetzt werden. Wie “seriös” oder “unseriös” so Facebook-Seiten sind, werden wir im nächsten Abschnitt thematisieren.

 

ABSCHNITT 2

Nehmen wir mal die FB-Seite “Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus” unter die Lupe.

Die Hetzer-Seite - bereits in der Infoseite wird ordentlich gehetzt

Die Hetzer-Seite – bereits in der Infoseite wird ordentlich gehetzt

Wir sehen: Ein Logo (Profilbild) und der bekannte Kampfspruch “Artgerecht ist nur die Freiheit”. Wir konzentrieren uns aber nur mal auf die Info-Seite.

Die "Ausführliche Beschreibung" der FB-Seite, die hier behauptet, bloß "informieren" zu wollen I.

Die “Ausführliche Beschreibung” der FB-Seite, die hier behauptet, bloß “informieren” zu wollen I.

Die Seite “hat es sich zum Ziel gesetzt, über Hintergründe und aktuelle Entwicklungen zu informieren, die sich mit dem Verbot von Tieren im Zirkus befassen.

  • Da sich diese Seite allerdings schon “Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus” nennt, dürfte eine korrekte Beschreibung eher folgendermaßen lauten: “(…) hat sich das Ziel gesetzt, ein Verbot von Tieren im Zirkus um jeden Preis durchzusetzen.

Wir lehnen die Haltung und Zurschaustellung von Tieren im Zirkus ab, denn Tiere sind nicht dazu da, die Menschheit zu belustigen.

  • Nicht?! Wer hat DAS denn für ALLE Menschen verbindlich festgelegt?! Und WANN?! Wozu sind denn Tiere da?? Muss jetzt also JEDER seine Haustiere abgeben?? Ein Haustier “belustigt” einen ja auch o.O zu dumm…
  • Aber ernsthaft: SOWAS ist nicht mal annähernd eine echte “Begründung”, von “glaubwürdig” ja ganz zu schweigen. Es ist eher das Zugeben, dass die Leute hinter dem “AB” sehr stark befangen sind und ihre persönliche ideologischen Vorstellungen über Fakten, Tatsachen und “logisches Denken” stellen.

Tiere sind leidensfähige Mitgeschöpfe, die es nicht verdient haben, zur Belustigung des Menschen ihr gesamtes Leben in Gefangenschaft zu verbringen, in engen Behältnissen ständig über Land gefahren zu werden, alberne Kunststückchen vorzuführen und tagtäglich dem Lärm in der Manege ausgesetzt zu sein. Die Aufzählung der Gründe ist natürlich nicht vollständig.

  • Und es geht weiter: Hohles emotionales Geschwätz, ohne Fakten, nur Behauptungen, womit sich das “AB” lediglich erhofft, den Leser entsprechend zu manipulieren. Das ist das kleine 1×1 der “Tierrechtler-” aber auch der “Sekten-Szene” – nichts besonderes.
  • ihr gesamtes Leben in Gefangenschaft zu verbringen” ist eine total absurde Übertreibung und mit dem Wort “Gefangenschaft” auch noch unnötig emotionalisiert/vermenschlicht – Normalerweise informiert man doch “sachlich”. DAS aber ist das genaue Gegenteil davon: “unsachlich”.
  • in engen Behältnissen” könnte gar nicht ungenauer formuliert werden. Das, was für Person A “eng” ist, muss für Person B nicht automatisch auch “eng” sein. Das ist eine “subjektive” Empfindung und bringt uns nicht weiter. Wohl nur Laien gebrauchen solch unpräziser Beschreibungen, wenn es um ein erstes Thema, wie diesem geht – Wie will man denn SO andere seriös “informieren”??
  • ständig über Land gefahren zu werden” – Da! Schon wieder! Was ist jetzt “ständig”?!? Dummes verallgemeinerndes Geschwätz.
  • alberne Kunststückchen vorzuführen” – Auch hier wird schon wieder gewertet: Der Verfasser hat das subjektive Empfinden, dass nicht näher beschriebene “Kunststückchen” allgemein “albern” wären. Das ist auch gleichzeitig die einzige Information, die man daraus ablesen kann: Der Verfasser findet “Kunststückchen” “albern”. Mehr Fakten sind dem nicht zu entnehmen.
  • tagtäglich dem Lärm in der Manege ausgesetzt zu sein” – Diese Aussage lässt sogar vermuten, dass der Verfasser noch NIE in einem Zirkus war. Wie lange ohne Unterbrechung sind denn die einzelnen Exemplare in einer Manege? – Minuten? Stunden? Tage? Macht es einen Unterschied ob Vorstellung oder Training? Und außerdem ist “Lärm” nicht gleich “Lärm” – Wer würde nicht den “Lärm” einer Manege vorziehen, wenn gerade jemand vor dem Zirkusgelände auf der anderen Straßenseite mit einem Presslufthammer arbeitet?

Die Aufzählung der Gründe ist natürlich nicht vollständig.

  • Was denn für Gründe? Bisher gab’s hier nur Hirngespinste zu lesen.

Laut diverser Umfragen lehnen mittlerweile 82% der Bevölkerung Tiere im Zirkus ab (…)

  • Ebenfalls typisch für unseriöse “Tierrechtsorganisationen”: Auf Belanglosigkeiten verweisen. In wie weit interessieren denn “Meinungsumfragen”, wenn es doch eh um Tatsachen geht? Nämlich das Wohlbefinden der Zirkustiere. (Ich verweise an dieser Stelle noch mal an den Anfang dieser Notiz.) Es könnten also auch 100 % der Befragten irgendeiner “Meinung” sein, wenn aber diese “Meinung” nicht den Tatsachen entspricht, so ist die “Meinung” nun mal falsch und nicht die Tatsachen.

(…) auch die Bundestierärztekammer [Link] spricht sich gegen die Haltung und Zurschaustellung von Tieren im Zirkus aus.

  • Ah. Das altbekannte BTK-Argument! Der Link führt zu einer stark voreingenommenen Pressemitteilung vom 20.04.2010 auf der Webseite der BTK. Tatsächlich ist dies aber nicht die Ansicht aller BTK-Mitglieder. Es entsprach damals bloß die mehrheitliche Ansicht der BTK-Vorstandsmitglieder nach einer Abstimmung – mit genau einer Stimme Mehrheit.
  • Die Pressemitteilung an sich stützt sich auch unsinnigerweise bloß eine Person: Dem Präsidenten der BTK Prof. Dr. Theo Mantel. Seine Ausführungen waren sogar SO absurd, dass viele Fachleute ihm in den darauffolgenden Tagen widersprochen und kritisiert haben, u.a. Prof. Dr. Klaus Zeeb, einer der maßgebenden deutschen Verhaltensforscher der letzten Jahrzehnte.
  • Der “Arbeitskreis 7: Zirkus & Zoo” der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) vertritt eine andere Meinung als Prof. Dr. Theo Mantel: Die Reformen der Zirkustierhaltung in den letzten Jahren hätten gegriffen, deshalb sei ein allgemeines Wildtierverbot für Zirkusse nicht erforderlich.
  • Trotz Nachfragen hielt es die Bundestierärztekammer seitdem wohl für unnötig die unsachliche Argumentationsweise vom 20.04.2010 zu erneuern, erweitern oder zu korrigieren. Mehr als 5 1/2 Jahre nach Veröffentlichung dieser peinlichen Farce hält man auch weiterhin an die Vorverurteilungen einer Person fest.

2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert.

  • Ja, und weiter? Eine “Entschließung” ist rechtlich NICHT verbindlich, sie hat lediglich “auffordernden Charakter”, was erwarten diese “Tierrechtler” also?!
  • Damit ist auch der darauf folgende Satz “Die Bundesregierung hat diese Entschließungen jedoch bis heute nicht umgesetzt.” überflüssig, da unsinnig – Der Satz soll offensichtlich auch die Stimmung gegen die Bundesregierung anheizen, nach dem Motto: “Wir haben kein Wildtierverbot in Zirkussen, bloß weil DIE DA nicht in unserem Sinne handeln!”
Die "Ausführliche Beschreibung" der FB-Seite, die hier behauptet, bloß "informieren" zu wollen II.

Die “Ausführliche Beschreibung” der FB-Seite, die hier behauptet, bloß “informieren” zu wollen II.

Würde das Deutsche Tierschutzgesetz, das im Grundgesetz verankert ist, wirklich eins zu eins umgesetzt werden, gäbe es keine Diskussionen um ein Zirkusverbot (…)

  • “ZIRKUSVERBOT”!!

(…) denn dann wäre das Zirkusverbot auch in der Bundesrepublik Deutschland schon längst umgesetzt, wie dies in vielen europäischen (- und weltweiten – Staaten) teilweise, ganz, oder aber stark eingeschränkt der Fall ist.

  • HIER zeigt sich das wahre Gesicht der Seite: Man will gar nicht Tiere IN Zirkussen verbieten, sondern die Zirkusse selbst!
  • Die Unterstellung, dass das Deutsche Tierschutzgesetz systematisch NICHT eingehalten werden würde, ist lächerlich und nicht nachvollziehbar. Und der Verfasser der FB-Seite wird Art. 20a GG meinen, hätte diesen aber zuvor erstmals lesen sollen, Zitat:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

  • WAS gibt es an “im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.” nicht zu verstehen?!
  • WARUM ein “ZIRKUSVERBOT” “längst umgesetzt” worden wäre, wenn das Deutsche Tierschutzgesetz “eins zu eins umgesetzt werden würde”, wird hier einfach mal als TATSACHE dargestellt, ist aber eher schon wieder eine subjektive Empfindung. Was soll dieses unseriöse und unprofessionelle “Informieren”?!
  • Auch was die Gesetze, Tätigkeiten, Traditionen oder sonst irgendetwas in anderen Staaten Europas oder der Welt angeht: WAS hat das mit den Fakten und Tatsachen hierzulande zu tun?? Dieses permanente unsachliche Argumentieren ist kein “Informieren”, das ist “Manipulieren” oder eher sogar “Propagieren”!

Dann werden § 1 und § 2 vom Tierschutzgesetz zitiert. Darauf folgt folgendes, Zitat:

Würde man sich hier in diesem Land wirklich Wort für Wort an diesen Paragraphen orientieren, wäre eigentlich schon alles geklärt. Leider scheinen diese Paragraphen jedoch “Gummiparagraphen” zu sein, denn sie werden je nach Laune interpretiert und umgesetzt. Würden diese Paragraphen wirklich umgesetzt werden, wäre es schon lange vorbei mit Massentierhaltungen, Massentiertransporten, (unbetäubten) Ferkelkastrationen, Tierversuchen, Delfinarien, Zirkussen mit Tieren und weiteren Tierquälereien.

  • Diese Zeilen entbehren wahrlich jeglicher Logik. Entweder hat der Verfasser der FB-Seite überhaupt keine Ahnung von Recht und Gesetz oder der-/diejenige kann noch nicht richtig Gesetzestexte lesen bzw. verstehen was diese tatsächlich aussagen! Eine weitere Möglichkeit gibt es allerdings doch noch: Absichtliche Stimmungsmache/Hetze! – Wer steckt eigentlich hinter dieser Seite?!?
Eine Privatperson namens "Maja Renz" soll also die Verantwortliche sein

Eine Privatperson namens “Maja Renz” soll also die Verantwortliche sein

Die “Kurze Beschreibung” ist blöderweise gar keine Beschreibung der Seite sondern lediglich ein Zitat, welches meist Mahatma Gandhi zugeschrieben wird – dazu kommen wir später noch mal. Die E-Mail-Adresse (Circusohnetiere@gmail.com) im “Impressum” sagt uns auch bloß wie voreingenommen diese Leute sein müssen. Interessant ist aber, dass dort bloß eine Privatperson angegeben wird: “Maja Renz Am Strandbad 43 29313 Hambühren

  • Es ist allerdings äußerst zweifelhaft, dass diese Angaben “wahrheitsgemäß” sind: Die Adresse ist im gesamten Internet nirgends zu finden, außer eben im Impressum DIESER Facebook-Seite. Auch an der Echtheit des Namens darf gezweifelt werden: In 2013 meldete ein Zirkus Insolvenz an, sein Name: “Circus Universal Renz
  • und wie es der Zufall so will beherbergte genau dieser Zirkus ca. 40 Jahre lang eine Elefanten-Dame mit dem Namen “Maya” (welche allerdings Mitte Februar 2012 vom Veterinäramt eingeschläfert werden musste). Ein Zufall?! Wie wahrscheinlich ist das?
Seltsam: Die Webseite hat einen völlig anderen Namen als die Facebook-Seite und als die E-Mail-Adresse

Seltsam: Die Webseite hat einen völlig anderen Namen als die Facebook-Seite und als die E-Mail-Adresse

Am Ende der Info-Seite steht dann noch der URL-Link zur eigenen “Webseite”: www.stoppt-tiercircus.de

Hier wird allerdings eine andere Privatperson genannt, ein "Daniel Scheider"

Hier wird allerdings eine andere Privatperson genannt, ein “Daniel Scheider”

  • Nun wird es höchst interessant! Auf der besagten Webseite mit identischem Elefanten-Logo samt Schriftzügen (oben: “Artgerecht ist nur die Freiheit!”; unten: “Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus”) ist im Impressum NICHTS von einer “Maja Renz” zu finden, sondern: “Daniel Schneider Hirschauer Straße 41 72070 Tübingen
  • Im Impressum der FB-Seite stand auch nichts von einem “Daniel Schneider”. Aber beide Privatpersonen geben die identische E-Mail-Adresse an (“circusohnetiere@gmail.com”).

Stecken da wirklich bloß zwei Privatpersonen dahinter? Und warum soll immer nur eine der beiden Privatpersonen “verantwortlich” sein, wenn diese beiden Seiten doch offensichtlich zusammen gehören? Zum: “Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus” (was auch immer das wirklich sein und wer auch immer dahinter stecken mag bzw. tatsächlich für die Stimmungsmache verantwortlich ist. Handfeste Informationen lassen sich leider keine dazu finden).

  • Fakt ist jedenfalls: Zwei Privatpersonen sind für diese (zwei) “Hetzer-Seite(n)” voll verantwortlich. Weder auf der Facebook-Seite, noch auf der Webseite ist irgendein Hinweis darauf zu finden, dass außer diesen beiden Privatpersonen noch IRGENDWER oder IRGENDWAS involviert wäre.
  • Das wiederum bedeutet, dass dieses “Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus”, bestehend aus zwei Privatpersonen, NICHT gemeinnützig sein kann und somit für JEDE falsche Angabe oder sonstigen Gesetzesverstößen verantwortlich gemacht werden können, OHNE dass sie sich hinter einer “Gemeinnützigkeit” verstecken könnten – Bekanntlich ist ja nicht nur das “in-die-Welt-Setzen” von “unwahren Tatsachenbehauptungen” strafbar, das Teilen/Verbreiten kann genauso strafbar sein.

[Dieser Daniel Schneider hat auch eine persönliche Webseite: “daniel-schneider.de” – Dort bezeichnet er sich selbst als “AKTIVIST | PUBLIZIST” und schreibt von vier Themen – Eines dieser Themen hat er am 27. November 2014 verfasst und trägt den Titel “ALTES DENKEN ERNEUERN – WIE VERÄNDERT MAN EINE GESELLSCHAFT” (Kategorie “VEGAN MAGAZIN”, gekennzeichnet mit “GESELLSCHAFT, KARNISMUS, SOZIOLOGIE, TIERRECHTE, VEGANISMUS”).

  • Ein Daniel Schneider arbeitet wirklich bei einer Zeitschrift namens “Veganmagazin”, jedenfalls ist er laut des dortigen Impressums für “Politik und Tierrechte” zuständig (weitere Infos: “gegründet und herausgegeben von Christian Vagedes”; “Geschäftsführer: Christian Vagedes”; “Chefredaktion & Artdirektion: Christian Vagedes”; “Grafik und Organisation: Sonja Vagedes”)
  • Außerdem werden dort noch die Kooperationspartner angegeben: “Vegane Gesellschaft Deutschland e.V.” (“verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Christian Vagedes”; “Vorsitzender: Christian Vagedes”) und “Veganfach Messe” (“Ideeller Träger ist die Vegane Gesellschaft Deutschland e.V.”). – Noch Fragen?]

 

ABSCHNITT 3

Noch mal zurück zu dem angeblichen Zitat von Mahatma Gandhi: “Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

  • Dass ein Zitat keine “kurze Beschreibung” für eine Facebook-Seite ist, sollte eigentlich auf der Hand liegen. Der Ersteller der Seite hat dieses Zitat wohl nur angeführt, weil es oberflächlich betrachtet ja so “toll” zur eigenen Sache zu passen scheint. Betrachtet man das Zitat und den Autor allerdings mit etwas Hirnschmalz, so sieht die ganze Sache wieder ganz anders aus. Zunächst über Mahatma Gandhi selbst:
  • Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy sagt über Gandhi, dass er keinesfalls der Held der Gewaltlosigkeit gewesen war, für den ihn alle Welt halte. Im Gegenteil. Er wäre ein bedingungsloser Verfechter einer der widerwärtigsten, gewalttätigsten Gesellschaftsformen der Welt: der indischen Kastenordnung, einem System, schlimmer als die “Apartheid” (südafrikanische Politik der Rassentrennung).
  • Gandhi wäre sein Leben lang von den großen indischen Unternehmerdynastien unterstützt worden, da er selbst ja aus einer alten Händler-Kaste, der “Banias”, stammte und somit zu den gesellschaftlichen und politischen Oberschicht gehörte. Er wäre nie ein Befürworter des radikalen gesellschaftlichen Wandels zugunsten der Schwachen und der Armen gewesen, wie wir im Westen so von diesem “personifizierten Gutmenschen” denken, so Roy.
  • Gandhi wäre eher eine Art Bewahrer, der „Heilige des Status quo“, des indischen Systems und durch und durch ein Mann des Establishments gewesen. Gandhi unterstützte voll und ganz das indische Kastensystem, alles im Namen der Religion, des Hinduismus – und er empfand dies als richtig.

 

  • Ende Mai 1893 kam Gandhi nach Südafrika und machte dort beim Reisen durch das Land einige negative Erfahrungen – er schrieb daraufhin, Zitat:

Die Belästigungen, die ich persönlich hier zu dulden hatte, waren nur oberflächlicher Art. Sie waren nur ein Symptom der tiefer liegenden Krankheit des Rassenvorurteils. Ich musste, wenn möglich, versuchen, diese Krankheit auszurotten und die Leiden auf mich zu nehmen, die daraus entstehen würden.

  • Dieses “Problem” der Rassendiskriminierung bezog Gandhi jedoch allein auf die indische Bevölkerung in Südafrika. Für die schwarze Bevölkerung übernahm er jedoch den von den Kolonialisten gebräuchlichen Ausdruck “Kaffir” (ein Schimpfwort, welches heute als “Hasswort” in Südafrika und Namibia verboten ist!) und empörte sich darüber, dass Inder von den Europäern „auf die Stufe der ungeschlachten [grob/unhöflich] Kaffirs degradiert“ würden. Er stellte fest, dass es „große Unterschiede … zwischen British Indians und den Kaffir-Rassen Südafrikas“ gäbe und sprach sich wiederholt vehement gegen die Vermischung von Indern mit der lokalen Bevölkerung aus.
  • Während Gandhi die “Segregation” (Soziologie: die Trennung von Bevölkerungsgruppen aus religiösen, ethnischen oder sozialen Gründen) von Indern gegenüber Europäer ablehnte, war er der Ansicht, eine “Separation” (Abspaltung/Trennung) von Indern und Kaffirs sei eine „physische Notwendigkeit“.
  • Gandhi selbst schrieb auch im Juli 1936 mehrere Artikel unter dem Titel “A Vindication of Caste” (“Eine Rechtfertigung der Kaste”) und verteidigt damit das (indische Kasten-)System, welches besagt, dass Menschen von Geburt an mehr bzw. weniger Wert sind als andere – und dass sich daran bis zum Tod nichts ändert.
  • Quelle: Wikipedia, Mahatma Gandhi

Zum Zitat selbst (zur Erinnerung: “Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.”) muss man direkt beachten, WANN Gandhi dies gesagt oder geschrieben haben könnte:

  • Mohandas Karamchand Gandhi (genannt: Mahatma Gandhi) wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat (auf der Halbinsel Saurashtra im Westen Indiens) geboren und am 30. Januar 1948 in Neu-Delhi mit drei Schüssen in die Brust ermordet. Gandhis Mörder, Nathuram Vinayak Godse, wurde zum Tode verurteilt und am 15. November 1949 gehängt – aber auch heute noch wird Godse von einigen indischen Gruppierungen als Nationalheld verehrt.

Auf der Suche nach der Quelle des Zitats landet man früher oder später auf der englischen “Wikiquote”-Seite zu “Mahatma Gandhi”. Dort findet man die englische Version des genannten Zitats. Allerdings wird es unter “Disputed” (“Umstritten”) geführt. Vollständig steht dazu bloß folgendes:

  • “The greatness of a nation and its moral progress can be judged of the way its animals are treated.”
    • Widely attributed to Gandhi, sometimes citing Ramachandra Krishna Prabhu, The Moral Basis of Vegetarianism (1959), but not verified. (Cf. Ralph Keyes, The Quote Verifier (2006), p. 74)

Die Erstausgabe ist also von 1959 – ELF JAHRE NACH GANDHIS TOD!!

  • Und im erwähnten Buch “The Quote Verifier” von Ralph Keyes aus dem Jahr 2006 liest man auf der entsprechenden Seite folgenden Absatz dazu, Zitat:

In recent years Gandhi has become an increasingly prominent flypaper figure. A wide range of quotations that call for a saintly source with a familiar name end up in his mouth. Gandhi is frequently credited with different versions of “The test of a civilisation, …” such as “The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated.” (A vegetarians’ website gives a 1931 Gandhi speech as the source of this comment, but those words cannot be found within that speech.)

  • Nach Ralph Keyes gibt es also keinerlei Beweise, die zweifelsfrei belegen könnten, dass dieses Zitat von Mahatma Gandhi stammt!

Übrigens: Ein weiteres interessantes (und sogar belegtes) Zitat von Mahatma Gandhi, mit dem vorhin erwähnten Schimpfwort gegenüber Südafrikaner, ist folgende Aussage:

Bild-Quelle: ofmi - organization for minorities of India - URL: www.minoritiesofindia.org

Bild-Quelle: ofmi – organization for minorities of India – URL: www.minoritiesofindia.org

Kaffirs are as a rule uncivilised—the convicts even more so. They are troublesome, very dirty and live almost like animals.

Die Quellen laut der “Wikiquote”-Seite:

  • “My Experience in Gaol”, Indian Opinion (7 March 1908). Also: Collected Works of Mahatma Gandhi, op cit., Vol. 8, p. 199.

 

ABSCHNITT 4

Hinzu kommt ja noch: Zu Gandhis Lebzeiten (1869 – 1948) war, nach dem ihm zugeschriebenen Zitat zu urteilen, “die größte und moralisch fortschrittlichste Nation” folglich und unbestreitbar das “Dritte Reich”! Dazu einige Fakten:

  • 1927: ein NS-Vertreter fordert im Deutschen Reichstag (von 1919 – 1933 “Weimarer Republik”) Maßnahmen gegen „Tierquälerei und Schächten“; [Ergänzend: Möglicherweise ist damit entweder Wilhelm Frick (NSDAP) oder Albrecht von Graefe (Völkische Arbeitsgemeinschaft) am 22. Juni gemeint! Siehe: ]
  • 1932: die NSDAP schlägt ein Verbot der Vivisektion von Tieren vor (Vivisektion: ein operativer Eingriff am lebenden Organismus (zu Forschungszwecken), bezieht sich auf Tiere UND Menschen);
    • [30. Januar 1933: Hitler wird Reichskanzler; 
    • 23. März 1933: Annahme des Ermächtigungsgesetzes (Ende der “Weimarer Republik”);]
  • 21. April 1933: das “Gesetz über das Schlachten von Tieren” (Inkrafttretung am 1. Mai 1933) gebietet, warmblütige Tiere beim Schlachten vor Beginn der Blutentziehung zu betäuben – Ausnahmen sind nur bei Notschlachtungen gestattet – Das Schächten wird unter Strafe gestellt – Bei vorsätzlichen oder fahrlässigen Zuwiderhandlungen werden Geldstrafen oder Gefängnisstrafen bis zu sechs Monaten Haftdauer angedroht;
Karikatur in der Zeitschrift "Kladderadatsch" vom 03.09.1933 - Bilduntertitel: "Heil Göring!" - Bild-Quelle: www.kultur-fibel.de

Karikatur in der Zeitschrift “Kladderadatsch” vom 03.09.1933 – Bilduntertitel: “Heil Göring!” – Bild-Quelle: www.kultur-fibel.de

  • 16. August 1933: der preußische Innenminister Hermann Göring erlässt das Verbot der “Vivisektion an Tieren aller Art für das gesamte preußische Staatsgebiet”;
  • 3. September 1933: eine Karikatur in der deutschsprachigen politisch-satirischen Zeitschrift “Kladderadatsch” zum Verbot der Vivisektion zeigt Versuchstiere beim Zeigen des Hitlergrußes gegenüber Hermann Göring; Bereits im August 1933 ließ Göring verkünden, dass die “unerträgliche Folter” und das Leiden der Tiere ein Ende haben müsse, und drohte, all diejenigen in ein Konzentrationslager (KZ) zu schicken, die noch immer glauben würden, Tiere so behandeln zu können, wie es ihnen beliebe;

 

  • 24. November 1933: Verabschiedung des ersten deutschen Tierschutzgesetzes (“Reichstierschutzgesetz”); das Gesetz verbietet u.a. (bei Haftstrafe von bis zu 2 Jahren) “ein Tier unnötig zu quälen oder roh zu misshandeln”;
  • 1934: Adolf Hitler erhält die Goldmedaille für seine besonderen Verdienste um den Schutz der Tiere von der Eichelberger Humane Award Foundation in Seattle (USA);
  • 1934: der deutsche Botschafter in New York nimmt von einem Komitee gegen Tierversuche eine Ehrenurkunde für Hitler entgegen;
  • 3. Juli 1934: Verabschiedung des “Reichsjagdgesetzes”; [Ergänzend: wurde nahezu unverändert von der preußischen “Tier- und Pflanzenschutzverordnung” vom 16. Dezember 1929 übernommen]

 

  • 1935: das “Reichstierschutzgesetz” wird bei der internationalen Tierschutzversammlung in Brüssel als Meilenstein gefeiert – Auch das “Reichsjagdgesetz” gilt als das beste der Welt;
  • 26. Juni 1935: das “Reichsnaturschutzgesetz” wird beschlossen – regelt erstmals in Deutschland die amtlichen Belange des Naturschutzes, definiert Schutzzonen und führt den Begriff des “Landschaftsschutzgebietes” ein – Auch der Artenschutz für Pflanzen und “nicht jagdbare Tiere” werden damit erstmals gesetzlich festgeschrieben;
  • 1937: Tiertransporte werden rechtlich geregelt;
  • 1938: der Tierschutz wird als Unterrichtsfach an Schulen eingeführt.
"Adolf-Hitler-Medaille" für besondere Dienste ums Tierwohl - "Ich bin ein entschiedener Gegner der Tierquälerei - Adolf Hitler" - Bild-Quelle: Bundesarchiv

“Adolf-Hitler-Medaille” für besondere Dienste ums Tierwohl – “Ich bin ein entschiedener Gegner der Tierquälerei – Adolf Hitler” – Bild-Quelle: Bundesarchiv

Zudem ist bekannt, dass fast alle Nazi-Größen mit dem Vegetarismus sympathisierten (der Begriff “vegan” wurde bekanntlich erst 1944 in London vom Engländer Donald Watson ins Leben gerufen). Der “Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda” Joseph Goebbels hielt den Fleischverzehr für eine “Perversion des modernen Menschen”, die zu überwinden sei;

  • Der Stellvertreter Hitlers Rudolf Heß, der “Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei” Heinrich Himmler und der Diktator Adolf Hitler selbst waren praktizierende Vegetarier (das heißt aber logischerweise NICHT, dass sie ihr Leben lang kein Fleisch konsumiert haben müssen – wann und wie lange sie sich vegetarisch ernährten ist nicht bekannt – möglicherweise würde man sie heute eher als “Flexitarier” bezeichnen).
  • Himmler ließ in Dachau sogar Versuche an Häftlingen mit veganer Ernährung durchführen, um die Überlegenheit der Pflanzenkost zu beweisen. Die Jagdleidenschaft von Reichsjägermeister Hermann Göring stieß bei seinen Mitstreitern auf nahezu einhellige Ablehnung. Hitler persönlich hielt die Jagd schlichtweg für “Mord” und duldete sie nur aus “ökologischen” Gründen.
    • Quellen: Wikipedia, “Tierschutz im Nationalsozialismus”; Deutscher Arbeitgeber Verband e. V., Klaus Alfs, “‘Adolf-Hitler-Medaille’ für Tierschützer Nationalsozialismus und Tierschutz – eine innige Liebesbeziehung” vom 20.09.2014

Zum Schluss noch den ein oder anderen Denkanstoß in Bezug auf “Tierrechtler”, ihre “Ideologie” bzw. ihre Vereine/Organisationen:



2 comments on “Gastartikel zum Thema “Stimmungsmache im Namen der Tiere und Gandhi – Was steckt dahinter?”
  1. Zitat: “Maja Renz Am Strandbad 43 29313 Hambühren”

    Es ist allerdings äußerst zweifelhaft, dass diese Angaben “wahrheitsgemäß” sind: Die Adresse ist im gesamten Internet nirgends zu finden,

    Antwort:
    Möglicherweise handelt es sich um eine Anschrift in dem (ehemaligen?) Wochendhausgebiet, welches hinter dem Strandbad im OT Ovelgönne u.a. auf Google Maps an der Straße “Am Strandbad” zu sehen ist.

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